Donnerstag, 9. September 2010

HRP Teil II - Lescun bis Andorra

Mitte Oktober geht es das zweite mal in die Pyrenäen auf den HRP. Nach genau einem Jahr wird ein zweiter Abschnitt des HRP angegangen: Eine Etappe von Lescun, südlich von Pau bis Andorra und von über Girona zurück nach Deutschland.

Link zu Google Maps
Link zum Download der KMZ-Datei (Öffnen mit: Google Earth)

Geplant sind 22 Tourentage und damit ist es mit Abstand meine längste Tour bisher. Am Ende des Tages ist es meist möglich in einer Hütte zu übernachten, allerdings werde ich ein Zelt mitführen um flexibler zu sein.

Leider noch nicht angekommen, aber mit auf die Tour kommt - erfolgreiche Tests vorausgesetzt - das Duomid von Mountain Laurel Designs.

Einkaufsmöglichkeiten gibt es mit maximalen Abständen von 7 Tagen direkt am Weg, wenn man Umwege in Kauf nimmt auch häufiger. Daher werde ich einiges ein Nahrung tragen müssen.

Ein neuer Rucksack ist ebenfalls am Start - der Zpack Blast 32. Ein kleiner Bericht zu dem Teil folgt noch. Erste Eindrücke sind gut.

Derzeit steht auf der ToDo-Liste noch das Erstellen einer Liste von möglichen Abbruchpunkten und Alternativrouten. Bei 3 Wochen wird es bestimmt Tage geben, an denen das Wetter einfach nicht mitspielt und evtl. die geplante Route daher nicht gehbar ist. Für die kniffeligen Stellen sind bereits Routen geplant, aber noch nichts größeres.

Ansonsten kommt wieder die Canon 50D mit auf die Reise. Nach dem letzten Experiment mit dem 35mm f2 von Canon verwende ich diesmal simpel und einfach: die 18-55mm Kitlinse (IS-Version). Leicht, günstig und dafür eine gute Bildqualität. Und kein Drama wenn etwas beschädigt wird.

Details folgen...

Montag, 30. August 2010

31.10.2009, HRP - Refugi D'Ulldeter bis Refuge de Marialles

Spanisches Frühstück. Gutes Brot und viel süßes Zeug dazu. Im Grunde genommen sehr lecker :-). Dazu toller Kaffee, so richtig schön schwarz und schön lecker - da kann der Tag beginnen. Die Hüttennacht hat daher auch Proviant gespart und das Bett war auch schön weich. 


Morgens um neun verließ ich das Refuge und es ging vorbei am Skigebiet "Valter 2000". Wie eigentlich alle Skigebiete nicht unbedingt schön anzuschauen wenn kein Schnee liegt.




Anfangs noch über eine Teerstraße, vorbei an dem Zentralen Punkt des Skigebietes, eine kleine Ansammlung an Gebäuden und Geschäften/Restaurants. Natürlich alle geschlossen. Eine größere Gruppe macht sich gerade fertig auch in die Berge hinauf zu steigen. Ich überhole die Gruppe und steige hinauf. Noch einmal der Blick über das Skigebiet von etwas weiter oben.


Weiter geht es hinauf in eine große, mit vertrocknetem Gras überwachsene Ebene. Von dort weiter Richtung Osten auf ein großes Plateau vor dem Roc Colom, den Pla de Coma Amada.






Kurze Zeit später ist der Roc Colom erreicht, mit 2508m der letzte Berg über 2500m der direkt auf der Spanisch/Französischen Grenze liegt. Interessanterweise ist der Fels dieses Berges fast weiß.



Der Roc Colom liegt auf dem Bild ganz rechts, leider nicht komplett auf dem Bild. Der Pfad folgt direkt dem Hang. Der Pfad ist schmal und steil, aber mittlerweile ist die Gewöhnung an die Höhe und die Trittsicherheit gegeben. Das Wetter ist trocken und die Steine nicht lose - also eigentlich kein Problem :).




Etwas weiter hinten führt der Weg über besagtes praktisch reinweiße Gestein. Auf den ersten Blick könnte man es für Schnee/Eis halten.


Glücklicherweise doch kein Schnee *g*. Der Pfad führt noch ewig lang an diesem Bergrücken entlang. In der Ferne taucht eine kleine Schotterstraße auf, mit dem gelegentlichen Geländewagen. Bis dahin geht es aber noch lange über eine felsenübersähte Plateaus.




Der Pfad nimmt kein Ende und folgt immer der Spanisch/Französischen Grenze. Irgendwann überwinde ich einen Kamm und habe endlich freien Blick auf das Ziel des morgigen Tages: Pic du Canigou:




Der Pic du Canigou ist hier in Wolken gehüllt. Insgesamt ziehen jetzt vermehrt Wolken auf. Bis zum Tagesziel, dem Refuge de Marialles sind es noch gut zwei Stunden. Ich hoffe auf gutes Wetter für morgen, die Ausweichroute bei diesem Berg zu nehmen wäre sehr ärgerlich.




Etwas weiter unten im Tal, aber immer noch hoch genug um als "schwierig erreichbar" für KFZ-verwöhnte zu gelten finden sich witzigerweise Graffitis der katalanischen Unabhängigkeitsbewegung:


Noch ein paar Kilometer weiter und ich bin am Refuge de Marialles. Leider nicht so gemütlich wie D'Ulldeter aber auch gut. Aus bequemlichkeit entscheide ich mich wieder für die Halbpension. Das Essen ist wieder super, die Kommunikation etwas schwierig. Mit Händen und Füßen klappt es dann aber doch. 






Die Nacht im Schlafsaal verbringe ich mit gut 25 anderen. Einige schnarchen extremst. Zum Glück bin ich müde genug um zu schlafen.


Um 06:30 beginnt der nächste Tag...