Sonntag, 22. November 2009

DSLR-Kamera und Trekking Teil II - Praktische Erfahrungen

Nachdem die Tour vorbei ist einige Gedanken zur praktischen Erfahrung mit einer "großen" DSLR-Kamera in den Bergen.

Mit von der Partie war folgende Ausrüstung:


  • Canon EOS 50D - 730g
  • Obektiv Canon 35mm 2.0 mit UV-Schutzfilter zum Schutz der Frontlinse und GeLi - ~230g
  • Drei Akkus - 3x82g = 246g (ein Original, zwei NoName-Akkus)
  • GESAMT - 1206g



Canon EOS 50D mit Canon 35mm f/2 Objektiv


Auf eine Kameratasche habe ich dabei verzichtet, da ich keine preiswerte gefunden habe die mir dafür gefallen hat. Also habe ich improvisiert. Im Normalfall hing die Kamera einfach am normalen Gurt um den Hals und ggf. noch um die Schulter um baumeln und schwingen zu minimieren.

Bei Regen verschwand die Kamera unter der Jacke oder in einem Wasserdichten Exped Dry-Fold Bag. Unter der Jacke ist es natürlich ein Risiko bei Stürzen.

Mit dem Dry-Fold-Bag ließ es sich so einrichten das der Gurt der Kamera noch herausführte und sich so die Kamera noch gut Tragen ließ.

Aufgrund der relativ Kompakten Maße der 50D mit dem 35mm Objektiv (ich bin sonst die Kombination 50D + Canon EF 24-70mm f2.8 L gewöhnt) ließ sich die Kamera gut um den Hals tragen. Da das Wetter auch perfekt mitspielte war Feuchtigkeit auch kein Thema.

Erfahrungen und Probleme
  1. Das größte Problem waren die Akkus. Der Originalakku, den ich zuerst in der Kamera hatte, leistete hervorragenden Dienst und nach gut 900 Bildern wechselte ich den Akku zu einem "China-Akku" von Ebay für 5 €. Dieser hatte früher auch immer guten Dienst geleistet und auch ähnlich viele Bilder wie der Original Canon Akku vertragen, aber dieses mal war mit dem ersten China-Akku bereits nach gut 75 Bildern Schluss. Der Zweite China-Akku leistete noch weniger und es war bereits nach 25 Bildern Schluss.
    Meine Vermutung ist, das die nächtliche Kälte die Akkus teilweise Entladen haben. Also werde ich nächstes mal die Akkus mit in den Schlafsack nehmen.
  2. Zweites Problem war die Gegenlichtblende des Canon 35mm f2. Die sprang gern mal vom Objektiv, wenn man mit dem Körper daran gestoßen ist. Gerade am Hang war das dann nervig, meistens rollte des gute Stück ein kurzes Stück den Hang hinunter aber konnte zum Glück nie entwischen. Oft erwischte ich sie auch mit beherztem Stochern mit den Stöcken.
  3. Drittes Problem war der fehlende Kontrast bei schwierigen Lichtsituationen, wie Gegenlicht, dadurch sind mir ein paar Bilder entgangen. Ich frage mich ob ein Objektiv mit teuer vergüteten Linsen besser abgeschnitten hätte, da die Lichtverhältnisse extrem waren.
  4. Fehlende Flexibilität durch eine Festbrennweite. Vielleicht wäre ein Superzoom doch passender gewesen, aber den Minimalismus des Festen Blickwinkels habe ich bewusst in kauf genommen. Gerade als mir der Adler über den Weg lief, äh, flog, wäre mehr Brennweite toll gewesen. Oder zweite Situation, Ultraweitwinkel in den Tälern oder direkt am Berg, wäre bestimmt eine tolle Bildwirkung gewesen.
  5. Gewicht. 1,2kg bleiben 1,2kg

Abschließend kann ich sagen: Ich würde die DSLR wieder mitnehmen aber mit anderem Objektiv. Ich war mit der Kombination 50D+35mm/2.0 insgesamt sehr zufrieden, letzendlich wäre mir mehr flexibilität doch lieber gewesen, daher trenne ich mich auch wieder von dem Objektiv. Aber welches nehm ich in Zukunft mit? Keine Ahnung! Vorschläge?

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