Montag, 9. November 2009

26.10.2009, HRP - Refugi de Cabana Sorda bis Etang de Cuart

Der Tag kurz abgerissen:
Vom Refugi de Cabana Sorda über den Port de Fontargente (auch bekannt als Port d'Incles) den Seen entlang hin zum Refuge du Ruhle. Von dort weiter über Collada de Juclar, Port de l'Albe hinab zu den Seen entlang bis zum Etang de Cuart.

Nachts wurde es doch ganz schön frisch. Der Schlafsack hielt natürlich warm, aber der moment zwischen aufstehen und Kaffee war schon frisch. Leider waren die Klamotten noch feucht und klamm, die Stiefel leider noch richtig nass.

Aber hilft ja alles nichts. Lecker Frühstück und lecker Kaffee später ging es dann wieder los. Das Wetter sah schon deutlich besser aus.


Blick über ein Skigebiet von der Cabana Sorda aus


Die Temperaturen lagen noch recht niedrig, auf den Wasserflächen war eine dünne Eisschicht und der Boden leicht gefroren. Aber die Sonne schien, schonmal eine deutliche Besserung. Der Pfad kletterte leicht und folgte dann dem Hang entlang in Richtung Port de Fontargente.


Blick zurück zum Refugi den Cabana Sorda und dem kleinen Stausee dahinter


Der Pfad führte vorbei an einigen schönen Seen. Die Wegfindung war weiterhin sehr einfach, die Pfade gut markiert und die Wege eindeutig.


Einer der vielen Bergseen (Estany de Anrodat)


Der Abstieg zurück ins Tal ist teilweise sehr steil. Das Tal ist aber sehr schön, ein Fluss schlängelt sich hindurch und es gibt viele mögliche Ziele von hier. Mein Ziel ist aber der Port de Fontargente.


Blick hinauf zum Port de Fontargente



Wegweiser im Tal - Port d'Incles
.

Insgesamt sind hier gut 250 Höhenmeter auf einem einfachen Pfad zu überwinden, immer parallel zum kleinen Bach der hinabströmt.


Blick zurück in Richtung d'Incles



Ein Schatten meiner Selbst


Das Gebiet liegt unter einer vielbeflogenen Flugroute, daher war der Himmel oft mit Kondensstreifen verziert. Das leise rauschen der Flugzeuge war auch beim Aufstieg ein ständiger Begleiter. Das kurze Stück war aber schnell geschafft und ich stand am Port de Fontargente.


Port de Fontargente (Port d'Incles)


Von hier hatte man einen schönen Blick über die zwei der Seen.


Zwei Seen hinter dem Port de Fontargenta


Der Pfad, der "Sentier de Contrabandiers" führt zwischen den beiden Seen hindurch. Anfangs über größere Felsbrocken wird der Pfad danach einfach und gut begehbar.


Etwas Grün


Vom Ufer des größeren Sees sah man bereits das Refuge du Ruhle, ca. 2 km Luftlinie entfernt. Was man nicht sieht: Davor ist noch ein Tal, also gab es noch einmal ca 200m Ab- und Aufstieg zusätzlich. So wurden aus 2 km Luftlinie dann 5km reale Strecke.


Blick in Richtung Refuge du Ruhle


Der Abstieg ist Problemlos, der Pfad ist etwas rauh und steinig aber sonst gut begehbar. Mittlerweile ist es Mittagszeit und die Sonne brennt erbarmungslos und heiß. Besonders beim Wiederaufstieg zum Refuge du Ruhle wird die direkte, schattenlose Sonneneinstrahlung anstregend.


Refuge du Ruhle im Gegenlicht


Das Refuge du Ruhle war dann aber auch bald erreicht. Perfekt für eine ausgedehnte Mittagspause um die noch feuchten Klamotten zu trocknen. Ein weiterer Wanderer tat gerade genau das und man hatte etwas Gesellschaft beim Essen und Sachen trocknen.

Endlich wieder trockene Stiefel! Gegen 14:00 ging es dann weiter, einige Kilometer wollte ich noch schaffen, auch wenn ich bereits wusste das ich heute nichtmehr bis zum Ursprünglich gewünschten Ziel l'Hospitalet près l'Andorre schaffe. Aber ich habe ja ein Zelt dabei und das Wetter ist bestens.

Der Pfad führt weiter über den wunderschönen See l'Estagnol und ist etwas schwieriger, meist über Felsen.


Steiniger Pfad, 15 Minuten hinter dem Refuge du Ruhle


An den Seen vorbei zwischen Felsen und dichten Büschen entlang.


Über Felsen und an Büschen vorbei


Bis zu einem steilen Hang der mit großen Felsbrocken bedeckt ist. Die Wegmarken sind gut zu erkennen und ich suche mir einen Weg hinauf. Der Weg ist zwar steil und hier und da brauche ich die Hände, aber ansonsten geht es recht einfach hinauf. Der Aufstieg über die Felsen macht viel Spaß :-)


Aufstieg zum Collada de Juclar


An den Felsen immer wieder die GR11 Wegmarken.


GR11 Wegmarke


Ab und zu ist auch mal ein Blick zurück notwendig um zu sehen "was man geschafft hat" :-)


Blick zurück zum Refuge du Ruhle


Nach der Stück über die Felsen wurde der Pfad wieder deutlich einfacher. Noch wenige Höhenmeter fehlten bis zum Collada de Juclar. Also ging es vorbei am Etang de Joucla


Etang de Joucla


Und noch ein letztes mal weiter hinauf.


Das letzte Stück hinauf zum Collada de Juclar


An dieser Stelle treffen sich mehrere Pfade. In Richtung Westen geht es hinab zum Refuge de Juclar.


Die beiden Seen am Refuge de Juclar


Allerdings ist das nicht meine Richtung. Ich muss in Richtung Westen weiter, noch einmal etwas hinauf zum Port de l'Albe, dem höchsten Punkt des heutigen Tages mit 2535m.


Port de l'Albe


Hinter dem Port de l'Albe ist der Blick frei auf eine Seenkette. Unten ist der erste See, der Etang de l'Albe zu sehen.


Etang de l'Albe


Der Abstieg ist ähnlich wie der Aufstieg vorhin. Steil und über Felsen. Mit etwas Vorsicht aber Problemlos und ähnlich spassig wie der Aufstieg. Im Schatten musste immer etwas auf die Wegmarken geachtet werden.


Wo sind die Wegmarken? :-) Abstieg zum Etang de l'Albe


Über teils schwierige Pfade über enorme Felsfragmente geht es an den Seen entlang. Schließlich erreiche ich kurz vor Einbruch der Dunkelheit schlage ich mein Zelt zwischen dem Etang de Couart und dem Etang de Pedoures auf.

Lecker Abendessen, Wasservorräte an einem schönen Gebirgsbach aufgefrischt und dann war ich auch für heute geschafft.

Tagesinfos:
Distanz: ca 18 km
Höhenmeter: ca. 900m Aufstieg, 1000m Abstieg
Verwendete Karten: Carte de Radonees, No. 7. Haute-Ariege.

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