Sonntag, 8. November 2009

25.10.2009, HRP - Refuge de Sorteny bis Refugi de Cabana Sorda

Der Tag kurz abgerissen: Über den Pass "Collada de Meners", der mit 2713m den höchsten Punkt des Tages bildet, an der "Cabana Coms de Jan" vorbei über die Serra de Cabana Sorda (2661m) hinab bis zum Refugi de Cabana Sorda (2250m).

Die Nacht blieb Ereignislos und war erholsam. Nachts regnete es etwas aber ansonsten blieb es ruhig. Das Wetter hatte sich etwas verschlechtert und es hingen Wolken in den Bergen vor mir.

Frühstück (Müsli + Tass Kaff, sowie einige Kekse), Sachen gepackt und los. Es war kurz nach 8 (Zeitumstellung, also eigentlich kurz nach 9) als ich aufbrach. Über dem Collada de Meners hingen dichte Wolken.


Blick auf Collada de Meners, kurz nach dem Start


Anfangs war der Aufstieg sehr einfach, der Pfad war zwar Nass und etwas schlammig, aber es ging gut vorran. Langsam gewann der Pfad an Höhe und wechselt in ein anderes Seitental.


Blick zurück, in der Bildmitte ist das Refuge der Sorteny zu sehen


Im Seitental ist noch eine weitere kleine Cabana (Schutzhütte) mit zwei Schlafplätzen die nicht auf meinen Karte eingezeichnet ist. Die Position ist ungefähr N42.621127 E1.579751.

Von hier ist der Collada de Meners zu erkennen, die Wolken sind etwas aufgelockert. Über einen steiler werdenden, aber weiterhin gut markierten Pfad geht es weiter bergauf. Hier und da sind die ersten Schneereste an geschützten Stellen.


Bergauf!


Nach einer halben Stunde ist der Schnee schon deutlich verbreiteter und ich musste die ersten verschneiten Passagen überwinden.


Schnee.


Allerdings ist der Schnee hier nur dünn und dann auch sehr nass und feucht. Man findet einigermaßen gut halt und kann die Felder hier unten Problemlos überwinden.



Schnee!


Das letzte Stück wurde schwieriger, der Pfad wurde steiler und schlängelte sich Zick-Zack-hinauf und die Schneeverwehungen auch tiefer, teilweise sank ich Knietief ein, was bei dem nassen Schnee gleich auch feuchte Stiefel bedeutete.


Mehr Schnee


Hier und da waren die Hände notwendig um kurze, aber einfache Kletterstellen zu überwinden.

Noch etwas weiter und es war geschafft. Ich stand auf dem Collada de Meners. Eine kleine Skizze am Felsen schreibt die weiteren Möglichkeiten:


Wegweiser am Collada de Meners


Für mich ging es weiter geradeaus, also der Pfeil ohne Beschriftung. Gerade oben angekommen, also gleich auch wieder runter. Noch einmal kurz der Blick in die Ferne von oben herab:


Der Blick ins Tal vom Collada de Meners


Jetzt ging es erstmal lange Zeit nur noch Bergab und vorbei an einigen schönen Bergseen. Der Abstieg war einfacher, zwar lag auch viel Schnee aber man konnte im Schnee ganz gut kontrolliert gleiten und dadurch schnell und einfach Höhenmeter vernichten.


Estany dels Meners de la Coma



Der Schnee war dann auch schnell überwunden und der Pfad zog an einem Steilen Hang des Tals "Vall de Ransol" entlang.


Pfad am Vall de Ransol zur Cabana Coms de Jan


Nach einiger Zeit ist die Cabana auch in Sicht. Sie verfügt über zwei separate Räume mit insgesamt 6 Schlafplätzen. Frisches Wasser ist ebenfalls verfügbar.


Cabana Coms de Jan in der Bildmitte


Eine spanische Familie hatte sich für das Wochenende dort einquartiert und "Picnicte" gerade draußen. Ich nutze die Hütte ebenfalls für eine kurze Pause und habe meinen Camelbak aufgefüllt. Nach einer halben Stunde ging es weiter - wieder ein Aufstieg zur Serra de Cabana Sorda.

Der Pfad ging steil Bergauf und das Wetter wurde wieder etwas schlechter, auf meiner Seite des Berges hingen wieder Wolken und es regnete leicht.


Pfad im Nebel


Der Pfad wurde auch schlechter. Zwar waren Wegmarkierungen zu erkennen, aber der Pfad war eher angedeutet, trotzdem ging es gut vorran, auch wenn die Höhenmetern mittlerweile an den Kräften zerrten. Irgendwann war der höchste Punkt dann erreicht. Von hier sah die Welt schon anders aus, auf der anderen Seite des Passes sah das Wetter schon besser aus.


Blick von der Serra Cabana Sorda


Der Abstieg ging über eine sehr steile Flanke die mit Grasbüscheln und Gestrüpp bewachsen ist. Es war leicht rutschig und für dieses Stück war Vorsicht vonnöten. Kurze Zeit später war der Pfad wieder besser und zog sich hinab zu einem kleinen Stausee, die Cabana Sorda tauchte dann auch aus den vorbeiziehenden Wolkenschwaden auf. Mein Tagesziel war erreicht. Die Cabana Sorda bietet Platz für 16 Personen. Ein Kamin ist vorhanden aber Feuerholz muss herangeschafft werden.


Cabana Sorda


Erstmal alles abgelegt, Stiefel ausgezogen und alles feuchte zum Trocknen aufgehängt. Und etwas zu essen bereitet. Dann passiert noch ein Missgeschick:

Nach dem Wasserfiltern wollte ich meinen Filter reinigen, ich drücke den Keramikfilter vorsichtig aus dem Kunststoffgehäuse. Was passiert? Er springt aus der Halterung, glitscht durch die Hände und zerschellt auf einem Felsen! Kurz gelacht und dann erst einmal laut geflucht!

Ich habe dann Wasser aus dem Fluss oberhalb der Cabana genommen. Etwas angefressen aß ich mein Abendessen (Nudeln + CousCous). Da der Tag mich sehr geschafft hat bin ich früh in den Schlafsack und habe mich gut erholt.

Tagesinfos:
Distanz: ca 19 km
Höhenmeter: ca. 1100m Aufstieg, 800m Abstieg
Verwendete Karten: Carte de Radonees, No. 7. Haute-Ariege.

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