Samstag, 7. November 2009

24.10.2009, HRP - Anreise, Andorra la Vella und El Serrat bis Refuge de Sorteny

Anreisetage sind meistens stressig. In diesem Fall natürlich nicht anders und somit klingelt um 04:00 morgens der Wecker - der Flug startet mit einem bekannten Billigflieger bereits um 06:00 in Bremen.

An dieser Stelle nochmal lieben dank an meinen Freund Tim, der mit mir aufgestanden ist und mich zum Flughafen gebracht hat :-).

Der Flug war unspektakulär, interessant war der Nebelschleier über Bremen und der Blick über Bremen nachdem das Flugzeug die ca. 50m dicke Nebeldecke durchquert hatte.

Direkt am Flughafen ist ein großer Busbahnhof und man kommt eigentlich Problemlos vom Flughafen in alle Richtungen Weg. z.B Richtung Girona um dort mit der Bahn weiterzufahren (sehr günstig!) oder nach Barcelona oder wie in meinem Fall nach Andorra mit der Busgesellschaft Novatel.




Die Fahrt nach Andorra kostete mich 28 € und kann vorab bezahlt werden oder direkt beim Fahrer. Vorher buchen ist in den Sommermonaten definitiv zu empfehlen, im Oktober waren nur insgesamt fünf Fahrgäste im Bus. Die Fahrt dauert etwas über 3 Stunden.

Die "Hauptstadt" von Andorra, Andorra la Vella, machte keinen besonders schönen Eindruck auf mich. Das Tal ist sehr eng und man hat den Platz dementsprechend genutzt. Der Platzmangel ufert dann auch aus zu Manhattan-artigen Parkplatzpreisen, unter anderem 18 € für eine Stunde parken im Innenstadtbereich.


Andorra la Vella




Erstes Ziel vor Ort war der Supermarkt "Andorra 2000", ein netter großer und vor allem günstiger Supermarkt. Für Whiskeyliebhaber: Die Flasche Lagavulin 16y kostet dort mit Steuern nur 31 €! Oder noch was tolles:


Ein 5kg Nutella-Eimer :-).



Leider etwas schwer fürs Reisegepäck ;-). Beim einkaufen stellte sich das Problem das ich kein Reinbenzin für meinen Kocher bekam. Auch andere Outdoorgeschäfte im Ort hatten keines da, also wich ich auf 95% Methanolalkohol aus, da ich zu Testzwecken meinen kleinen Alkoholkocher dabei hatte. Aus dem Test sollte ein Produktivtest werden.

Bei der Suche nach der richtigen Bushaltestelle um nach Ordino und von dort nach El Serrat zu kommen streifte ich etwas durch Andorra, entlang der Betonrinne - pardon - des Flusses mit seinen "künstlerischen Brücken"




Und etwas weiter oben, nahe der Tourist Information, bei der ich mich dann nach der Position der richtigen Bushaltestelle erkundigt habe:




Leider waren die Bushaltestellen teilweise nicht beschriftet welcher Bus dort hält und wo hin fährt. Freundliche Einheimische haben mir dann aber schnell weitergeholfen und es ging weiter nach Ordino, gut 15 Minuten Busfahrt.

Von der Endhaltestelle muss man noch einige Meter die Straße hoch, dort ist die Bushaltestelle für den Bus nach El Serrat. Der Busfahrer war interessiert was ich denn dort vorhabe und erzählte von meinem Plan die Haute Route bis zum Atlantik zu folgen. Er hatte die Sektion auch mal gelaufen und war ganz begeistert. Er fuhr mich dann direkt bis zum Trailhead und ersparte mir damit 15 Minuten "Roadwalking" über die Teerstraße entlang.




Von hier aus ist es nur noch eine Stunde bis zum Refuge de Sorteny, wo ich meine erste Nacht verbringen wollte. Da es schon 17:00 Uhr wahr, passte das zeitlich sehr
gut in den Plan. Das Wetter war gut, es schien sogar noch etwas die Sonne - also insgesamt sehr gute Bedingungen.

Also ab auf den Pfad, an dieser Stelle laufen HRP und GRP1 auf dem gleichen Pfad hinauf zum Collada dels Meners, vorbei am Refuge de Sorteny.





Der Pfad war sehr gut zu laufen und gut markiert und schlängelte sich langsam einem Fluss entlang das Tal hinauf. Dabei war es nur nötig den Gelb-Roten Wegmarken zu folgen. Solche und insbesondere die Rot-Weißen Wegmarken des HRP bilden einen ständigen Begleiter in den nächsten Tagen.




Unterwegs geht es vorbei an einem botanischen Garten (?) am Berg.




Und kurze Zeit später ist das Refuge de Sorteny erreicht. Das Refuge ist nicht bewirtet und bietet 30 Personen Übernachtungsmöglichkeiten und verfügt über eine Toilette. Ein Kamin ist ebenfalls vorhanden, allerdings muss Feuerholz erstmal besorgt werden.
Im Refuge war ein älteres spanisches Ehepaar, das ihr Wochenende in den Bergen verbrachte. Sie sprachen zwar kein Wort Englisch (und ich kein Wort Spanisch) aber man verständigte sich am Feuer mit Händen und Füßen.

Rund um das Refuge waren zu dem Zeitpunkt nach viele Pferde und Rinder am weiden.




Niedliche Viechers :). Ansonsten war das auch schon Tag 1. Der Alkoholbrenner, ein einfacher von Tatonka, tat seinen Dienst wie erwartet und der Schlafsack tat seinen Dienst ebenfalls und war in der Hütte natürlich dann auch etwas warm.

Für den nächsten Tag ist die Etappe Refuge de Sorteny bis Cabane Coms de Jan geplant, unter anderem mit der überquerung des ersten Passes, dem Collada dels Meners in 2713m Höhe.

Tagesinfos:
Distanz: ca 5 km
Höhenmeter: ca. 300m Aufstieg
Verwendete Karten: Carte de Radonees, No. 7. Haute-Ariege.

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