Dienstag, 19. August 2008

Klimatischer Überblick

Schottland ist stark durch den Golfstrom geprägt und weisst für die Breitanlage ein gemäßigtes, ozeanisches Klima auf. Die dominierende Windrichtung ist Südwest. Bodenreibung und lokale Drucksysteme wirken verändernd auf das Windsystem ein. Die Häufigkeit starker Winde ist durch die Nähe zum atlantisches Ozean bedingt. Diese werden in Schottland "gale" genannt. Tage mit "gales" sind jene Tage an denen bei einer standadisierten Messhöhe von 10m über Bodenniveau über einen Zeitraum von 10 Minuten Windgeschwindigkeinten von ober über 17,2 m/sek gemessen werden können.

Die Niederschlagsverteilung in Schottland ist abhängig von der geographischen Lage. Während die westlichen Höhenzüge bis zu 3.000mm Niederschlag in Form von Regen oder Schnee pro Jahr verzeichnen, beläuft sich der Vergleichwert für die Ostküte auf ca.800mm (zum Vergleich: Bremen mit 693,9 mm Niederschlag pro Jahr) In weiten Teilen der Highlands muss mit ca. 250 Regentagen (mehr als 2mm Niederschlag / Tag) gerechnet werden. An den Ostküstesind es noch ca 175 Regentage.Größte Schneemengen können auf den Gipfeln der Höhenzüge gemessen werden. Insgesamt kann dort mit ca. 100 Schnee- und Graupeltagengerechnet werden, während die Küstenregionen noch ca. 20 verzeichnen.

Der dominante Westwindeinfluss und das Relief sorgen für einen relativ starken durchschnittlichen Bewölkungsgrad. Während in den Sommermonaten die tägliche Sonnenscheindauer am längsten ist, erreicht sie ihr Minimum im Dezember. Selbstverständlich ist dabei die unterschiedliche Tageslänge der wesentliche Bestimmungsfaktor, welcher durch die hohe Breitenlage bedingt wird.
In den Küstenregionen Schottlands zwischen April und September muss mit verstärkter Nebelbildung gerechnet werden. In den Wintermonatenkann es passieren das sich der gebildete Nebel im Tagesverlauf nicht auflöst.


Kommentare:

Mike hat gesagt…

17,2 Meter/Sekunde entsprechen rund 62 km/h - und das dann als konstante Windgeschwindigkeit. Viel Wind.

reeny hat gesagt…

Wenn es Rückenwind ist: warum nicht *g*