Sonntag, 20. Juli 2008

Exped Vela I Extreme: Aufbaubilder

Da beim Exped Zelt "Vela I Exteme" keine Aufbauanleitung dabei ist (bei mir war keine dabei, andere Erfahrungen?) dachte ich mir, ich dokumentier den Aufbau mal in Bildern: Am Anfang steht man mit einem kleinen Paket da. Sieht einfach aus, ist es auch. In der Rolle befindet sich das aufgerollte Zelt und zwar Innen und Ausszelt gemeinsam. Es lohnt sich nicht die beiden zu trennen, gerade beim Aufbau bei Wind ist diese Konstellation ganz praktisch, aber dazu gleich mehr. Der erste Zustand: ein ausgerolltes Zelt und zwei Beutel mit Stangen, Heringen und Reparaturkit. Die Beutel am besten gleich mit den Gummizügen zusammen mit der Zeltverpackung verschnüren und irgendetwas darauflegen oder es an einem Strauch befestigen, damit es nicht wegfliegt. Als nächsten Schritt habe ich dann immer die kleinen Bögen vorn und hinten eingezogen. Im Grunde genommen müsste es auch passen, wenn man diese einfach in die Stoffösen lässt und mit aufrollt, dadurch erspart man sich das einfädeln und spart nochmal ein paar Sekunden beim Aufbau. Beim Einfädeln der Stangen darauf achten, das die roten Spannschnüre sich nicht damit verheddern. Am besten mit der dem Wind zugewandten Seite beginnen und dort dann gleich mit Heringen die Seite befestigen, dann fliegt das Zelt schonmal nichtmehr weg und der Wind kann nicht mehr so gut unter das Zelt packen. Nun die lange Stange zusammensetzen und durch den Kanal im Aussenzelt fädeln. Dabei sanft und vorsichtig vorgehen um das Aussenzelt nicht zu durchstoßen. Immer mit der Hand etwas nachführen, dann geht die Stange am einfachsten in den Kanal. Am Ende befindet sich eine Öse aus starkem Kunststoffgewebe, unbedingt darauf achten, das die Stange auch dort drin sitzt und nicht nebenher gleitet, sonst ist schnell ein Loch im Aussenzelt.Nachdem das Zelt mit der Stange gespannt ist, bin ich immer zuerst an die Seite von der der Wind weht gegangen und habe den Bogen hochgezogen und mit Heringen abgespannt. Damit ist das Zelt schonmal teilweise aufgebaut.Damit ist auch schon fast alles aufgebaut. Noch alles je nach Windstärke abspannen, straffen damit es nicht flattert und dann ist es schon gut. Öffnen kann man das Zelt nun über den Seilzug. Man zieht dadurch die ganze Zeltwand hoch und hat so bequem Zugang zum Innenzelt. Im Vorzelt kann man sogar noch praktisch köcheln. Das wars schon. Man kann sich noch den Zeltboden dazukaufen um den Boden des Innenzelts zu schützen. Dabei aber darauf achten, das der Zeltboden komplett unter dem Ausszelt verdeckt ist, damit das Regenwasser nicht unter das eigentliche Zelt läuft.

Im Zubehör ist noch ein Reparaturset mit kleinen Stücken Stoff in allen Zeltmaterialien (Folie Aussenzelt, Innenzelt und Boden) sowie eine Reparaturhülse für die Zeltstange, sollte diese einmal brechen. Die Reparaturhülse ist auch Sinnvoll ins Zelt integriert, so das man sofort daran kommt.


Sonstiges Zubehör: 10 Heringe, 6 "gerade" (Wie nennt man die?) und 4 gewinkelte die mehr halt bieten. Die 4 gewinkelten Heringe habe ich immer für die Stellen genutzt wo am meisten Last auf dem Zelt liegt und mit den 6 geraden alles was sonst noch abgespannt werden musste.




Beim Abbau quasi Rückwärts aufbauen. Ich hab es immer so gemacht, das ich z.B. bei sehr starkem Wind zuerst den Bogen abbauen würde und dann die Heringe auf der Windgewanden Seite entfernen würde. Dann das Zelt packen und mit dem Rücken zum Wind das Zelt aufrollen und verpacken. Das hat auch bei einem Stum in den Highlands gut funktioniert.

Nach diesem groben Muster habe ich das Zelt immer aufgebaut aber das geht sicher noch besser. Tipps sind immer Willkommen!

Kommentare:

Velopümpli hat gesagt…

Hallo, ein schöner Bericht über das Zelt. Ich bin eigentlich kurz davon mir das Teil auch anzuschaffen. Leider habe ich es selbst Live noch nicht gesehen. Minimale Zweifel habe ich Betreff des Einganges ohne Reißverschluss. Die Idee an sich gefällt mir sehr gut. Allerdings sehe ich folgende Probleme: Zum Einen wird ja beim öffnen im Prinzip der gesamte Bereich des Vorzeltes offen gelegt. Stelle ich mir bei schlechten Wetter bzw. Wind von Vorne relativ ungünstig vor.
Bleibt der Eingang auch bei Wind ordentlich unten bzw. ist es sehr „fummelig“ beim öffnen Schließen von Innen & Außen.

Würde mich über Deine Erfahrung dazu sehr freuen.

Lustige Weise würde mich auch deine Erfahrung Betreff deines Schlafsacks mit Inlay interessieren ;-) (Jungle Bag + Seideninlay ) Hat das Inlay überlebt, hat es tatsächlich zumindest halbwegs „gefühlt“ die 6 Grad Reserve gebracht. Fragen über Fragen...
Beste Grüße aus Bottrop - paul

Mike hat gesagt…

Moin Paul,

danke für dein Feedback. Inzwischen würd ich sagen, das fehlen des Reißverschlusses ist Fluch und Segen zugleich.
Wenn das Zelt komplett abgespannt ist (was bei Wind auch notwendig ist, sonst flattert es schon ordentlich) kann man das Vorzelt nicht mehr wirklich weit hochziehen, da muss ich dann schon bald drunterherroben.
Lässt man zwei Heringe an der Eingangsseite weg kommt man gut rein und raus und kann auch noch bequem im Vorzelt köcheln ohne Nass zu werden.
Öffnen/Schließen geht ganz flüssig, man muss nur darauf achten das die Schnüre sich nicht beim ständigen Auf und Abbau verdrehen, dann gehts nicht mehr so flüssig aber auch noch. Ist nicht ganz so Intuitiv wie ein Reißverschluss.

Später habe ich es dann so gemacht die Heringe erstmal zu setzen, dann das Zelt von Innen je nach Bedarf an den bereits gesteckten Heringen zu befestigen.

Zur Kombination JungleBag + Seideninlay bei kühlen Temperaturen kann ich leider noch nichts berichten. Hatte auf meiner Tour dann doch den "großen" mitgenommen. War dann auch gut, direkt an der Küste war es dann doch sehr frisch. Ich müsste den Reisebericht mal schreiben... ;-). Die Kombination Sommerschlafsack + Seideninlay kommt aber dieses Jahr auf jeden Fall nochmal zum Einsatz.

Viele Grüße aus Bremen,
Mike

Velopümpli hat gesagt…

Hey, das ging ja schnell. Danke für die weiterführende Info. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn das mit dem Eingang perfekt wäre! Werde mich also noch ein wenig mit weiteren Vergleichen Quälen bzw. mir es erst noch Live ansehen. Schade hätte preislich genau in mein max. Budget gepasst. Wobei mich „...darauf achten das die Schnüre sich nicht beim ständigen Auf und Abbau verdrehen ...“ am meisten Abschreckt. Bei mir Verdrehen sich grundsätzlich alle Schnüre, daran habe ich gar nicht gedacht! Ein wertvoller Tipp ;-)

Nun denn, ein Seideninlay werde ich mir auf jeden Fall besorgen. Als 2,5 Jahreszeiten Camper sollte das für mich ausreichen. Bis demnächst - paul

Mike hat gesagt…

Bei der Preisklasse ist einmal Probeaufbauen im Laden schon bald Pflicht. Gerade bei dem Zelt geht das auch Blitzschnell :)