Donnerstag, 24. Juli 2008

Sommer- und Tropenschlafsack: Snugpak Jungle Bag

Da der späte September noch als Spätsommer durchgeht, setze ich dieses mal auf einen Sommerschlafsack. Und zwar ein Modell von der hier in Deutschland relativ unbekannten Firma "Snugpak".

Jungle Bag, kurze Übersicht über die "Daten":
Gewicht: 750g
Komfortbereich: 7°C
Packmaße: 14x12cm



Der Schlafsack ist in olivgrün gehalten und verfügt über ein Moskitonetz. Ich denke das ist durchaus Sinnvoll für den September in Schottland. Das Moskitonetz ist sehr feinmaschig und kann natürlich auch geöffnet werden.



Da es im September in Schottland durchaus kälter werden kann als 7°C Komfortbereich, ich aber trotzdem nicht meinen Winterschlafsack "Carinthia Defence 4" mitnehmen möchte, da er sperrig und zu warm für die Jahreszeit ist.

Sinnvolle und einfache Lösung: Ein Schlafsackinlay. Aus Gewichtsgründen habe ich ein Seideninlay von der Marke "Cocoon" angeschafft. Dieser bringt noch einmal laut Verkäuferaussage und Verpacken 6°C zusätzliche Leistung, damit wäre ich bei einem Komfortbereich von 1°C, was ausreichen sollte.



Das Inlay hat Mumienform und ist für meine 185cm Körpergröße groß genug. Da es aus Seide ist, macht es einen recht zerbrechlichen Eindruck, ich hoffe es ist nach der Tour nicht vollkommen zerfetzt. Über Bändchen lässt es sich im Schlafsack fixieren.

Wenn es nochmal zu kühlen Nächten kommen sollte und sich Gelegenheit ergibt, werde ich den Schlafsack so noch einmal draußen testen.

Sonntag, 20. Juli 2008

Exped Vela I Extreme: Aufbaubilder

Da beim Exped Zelt "Vela I Exteme" keine Aufbauanleitung dabei ist (bei mir war keine dabei, andere Erfahrungen?) dachte ich mir, ich dokumentier den Aufbau mal in Bildern: Am Anfang steht man mit einem kleinen Paket da. Sieht einfach aus, ist es auch. In der Rolle befindet sich das aufgerollte Zelt und zwar Innen und Ausszelt gemeinsam. Es lohnt sich nicht die beiden zu trennen, gerade beim Aufbau bei Wind ist diese Konstellation ganz praktisch, aber dazu gleich mehr. Der erste Zustand: ein ausgerolltes Zelt und zwei Beutel mit Stangen, Heringen und Reparaturkit. Die Beutel am besten gleich mit den Gummizügen zusammen mit der Zeltverpackung verschnüren und irgendetwas darauflegen oder es an einem Strauch befestigen, damit es nicht wegfliegt. Als nächsten Schritt habe ich dann immer die kleinen Bögen vorn und hinten eingezogen. Im Grunde genommen müsste es auch passen, wenn man diese einfach in die Stoffösen lässt und mit aufrollt, dadurch erspart man sich das einfädeln und spart nochmal ein paar Sekunden beim Aufbau. Beim Einfädeln der Stangen darauf achten, das die roten Spannschnüre sich nicht damit verheddern. Am besten mit der dem Wind zugewandten Seite beginnen und dort dann gleich mit Heringen die Seite befestigen, dann fliegt das Zelt schonmal nichtmehr weg und der Wind kann nicht mehr so gut unter das Zelt packen. Nun die lange Stange zusammensetzen und durch den Kanal im Aussenzelt fädeln. Dabei sanft und vorsichtig vorgehen um das Aussenzelt nicht zu durchstoßen. Immer mit der Hand etwas nachführen, dann geht die Stange am einfachsten in den Kanal. Am Ende befindet sich eine Öse aus starkem Kunststoffgewebe, unbedingt darauf achten, das die Stange auch dort drin sitzt und nicht nebenher gleitet, sonst ist schnell ein Loch im Aussenzelt.Nachdem das Zelt mit der Stange gespannt ist, bin ich immer zuerst an die Seite von der der Wind weht gegangen und habe den Bogen hochgezogen und mit Heringen abgespannt. Damit ist das Zelt schonmal teilweise aufgebaut.Damit ist auch schon fast alles aufgebaut. Noch alles je nach Windstärke abspannen, straffen damit es nicht flattert und dann ist es schon gut. Öffnen kann man das Zelt nun über den Seilzug. Man zieht dadurch die ganze Zeltwand hoch und hat so bequem Zugang zum Innenzelt. Im Vorzelt kann man sogar noch praktisch köcheln. Das wars schon. Man kann sich noch den Zeltboden dazukaufen um den Boden des Innenzelts zu schützen. Dabei aber darauf achten, das der Zeltboden komplett unter dem Ausszelt verdeckt ist, damit das Regenwasser nicht unter das eigentliche Zelt läuft.

Im Zubehör ist noch ein Reparaturset mit kleinen Stücken Stoff in allen Zeltmaterialien (Folie Aussenzelt, Innenzelt und Boden) sowie eine Reparaturhülse für die Zeltstange, sollte diese einmal brechen. Die Reparaturhülse ist auch Sinnvoll ins Zelt integriert, so das man sofort daran kommt.


Sonstiges Zubehör: 10 Heringe, 6 "gerade" (Wie nennt man die?) und 4 gewinkelte die mehr halt bieten. Die 4 gewinkelten Heringe habe ich immer für die Stellen genutzt wo am meisten Last auf dem Zelt liegt und mit den 6 geraden alles was sonst noch abgespannt werden musste.




Beim Abbau quasi Rückwärts aufbauen. Ich hab es immer so gemacht, das ich z.B. bei sehr starkem Wind zuerst den Bogen abbauen würde und dann die Heringe auf der Windgewanden Seite entfernen würde. Dann das Zelt packen und mit dem Rücken zum Wind das Zelt aufrollen und verpacken. Das hat auch bei einem Stum in den Highlands gut funktioniert.

Nach diesem groben Muster habe ich das Zelt immer aufgebaut aber das geht sicher noch besser. Tipps sind immer Willkommen!

Mittwoch, 9. Juli 2008

Karten - ein kleiner Vergleich

Endlich habe ich es geschafft mal Vergleichsbilder eines Kartenausschnitts zu machen. Zum Einsatz kommt dabei eine Region Östlich von Loch Assynt. Und zwar den 998m hohen Munro "Ben Assynt" nahe des River Oykel.

Ordnance Survey Ranger Map 1:50.000
Diese Karte enthält schon sehr viele nützliche Details, wie z.B. Pfade. Der Konturenintervall dieser Karte beträgt 10m und ist trotzdem noch recht übersichtlich.
Man erkennt auf der Karte auch die sinnvolle Aufstiegroute von Westen her den River Traligill entlang (sogar noch mit Weg) und dann nördlich des Cornival den Berg hinauf. Felswände und Hänge mit Geröll sind auch auf der Karte eingezeichnet, also auf jeden Fall Interessante Informationen.





Ordnance Survey Explorer Map 1:25.000
Logischerweise lässt sich mit höherer Auflösung mehr Information Darstellen und dies sieht man auf den Explorer Maps sehr deutlich. Es sind deutlich mehr Flüsse und Bäche eingezeichnet, sowie die Namen von einigen Nebengipfeln, die auf der Rangermap nicht verzeichnet sind. Zusätzlich sind einige Pfade mehr zu entdecken. Der Nachteil ist natürlich, das im Normallfall weniger Gebiet durch so eine Karte abgedeckt wird.




Mapquest Map aus dem Topo-GB-Paket
Die Karten für mein Garmin Gerät. Diese Karten habe ich zur Planung meiner letzten Tour genutzt. Was leider total fehlt sind Wanderwege oder Schotterstraßen. Diese sind nur extrem selten verzeichnet. Da die Karten in Digitaler Form daliegen, lassen sie sich sehr gut zur Planung daheim am PC nutzen. Als einzige Referenz sollten sie nicht dienen.


Google Earth Karte der Region
Zum navigieren aufgrund der Qualität der Karten nicht zu gebrauchen, aber gut um einen Eindruck der Region zu erhalten. Hilfreich sind die vielen Placemarks in Google, z.B. die von http://www.walkhighlands.co.uk welche Wandertouren in Google Earth anzeigen. Um Ideen und Eindrücke zu Suche echt super.





Das Copyright der Karten liegt bei den jeweiligen Anbietern. Die Garmin-Karten sind Geld wert und die Ordnance-Survey Karten kann ich auch sehr zum Kauf empfehlen.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Ordnance Survey Ranger und Explorer Maps im Vergleich


Inzwischen sind beide Karten verfügbar. Und zwar folgende:
  • Landranger Map #15 - Assynt & Lochinver, Kylesku & Ichnadamph
  • Explorer Map #442 - Loch Assynt, Lochinver & Kylesku
Zur Info: die Ordnance Survey Landranger Maps tragen den Maßstab 1:50.000 und die Explorer Maps den Maßstab 1:25.000.


Beide Karten sind... groß. Die Ranger Map deckt ungefähr einen Bereich von 40x40km ab, die Explorer Map geringfügig weniger, dies wird durch den beidseitigen Druck erreicht.

Der erste Eindruck der Karten ist sehr gut, der Detailreichtum der Explorer Maps beeindruckt und ist logischerweise aufgrund der höheren Auflösung genauer als die Landranger Maps. Beide Karten stellen die sonst von mir verwendeten "Mapsource Maps" deutlich in den Schatten. Zwar sind Höhenprofile, Wälder, Flüsse & Bäche auch vermerkt, aber gerade Pfade, Felsklippen und ähnliche Informationen fehlen darin. Für die Routenplanung finde ich die MapSource-Karten allerdings auch sehr hilfreich.

Eigentlich wollte ich die Explorer Map von der Region um Cape Wrath bestellen, hatte aber einen kleinen Fehler gemacht. Dafür hab ich jetzt den direkten Vergleich. In Schottland bekommt man diese Karten übrigens in jedem halbwegs sortierten Buchladen. Die Explorer Maps liegen preislich bei 7,99 GBP, die Landranger Maps sind einen Pfund günstiger (6,99 GBP).

Bei gelegenheit werde ich nochmal versuchen mit einer Digitalkamera Vergleichsbilder von einem Kartenausschnitt zu machen.